Gästebuch - Vhf 69

46 Einträge auf 5 Seiten
Alexander C
02.06.2024 19:16:20
Moin Klaus, erinnere mich noch gerne an meinen ersten Einsatz mit dir im Pazifik, man wird es kaum glauben ist schon 30 Jahre her - damals war noch alles neu u nd unheimlich aufregend -hatten schon einen klasse Job man unternahm jedoch alles uns die Freude daran zu nehmen, glaube nicht das es früher besser war, aber es gab noch mehr möglichkeiten weil der Rotstift nicht überall angesetzt wurde - der Wind um die Nase, der Sternenklare Himmel bei einer Lauen Nacht und die Zeit für gute Unterhaltungen sind am ende das woran man noch gerne zurückdenkt und natürlich hat man sich immer wieder auf die Heimkehr gefreut- freue mich schon darauf dein Buch zu lesen - viele Grüße und bis ein irgendwann einmal wieder Gruss und alles Gute Alex
Klaus Rabba
07.05.2024 08:09:26
Moin Klaus,
gestern fuhr ich als Deckshelfer auf einem 12m Segelschiff eine kleine Regatta hier im Golfe von Juan mit. Ich war zwar keine echte Hilfe, aber an einigen Seilen durfte ich unter Aufsicht dennoch ziehen, bzw. die Seilwindenkurbel drehen.

Inspiriert vom Fahren unter Windkraft sende ich Euch eine kurze Übersicht über die Aktivitäten, Frachtschiffe mit Hilfsbesegelung, bzw. Windunterstützung anzutreiben.
Wie zu sehen, tut sich einiges auf dem Gebiet, um CO2 einzusparen. Die Frage ist, ob es staatliche Unterstützung bei den Projekten gibt oder ob die Reeder darauf vertrauen, dass die eingesparten Brennstoffverbräuche die Investition abdecken werden.

Man mag zum Thema « menschengemachter Klimawandel » stehen, wie man will, rein technisch gesehen sind die Versuche, die uralte Technik der Windkraft wieder für die christliche Seefahrt zu nutzen interessant.

Bei der gestrigen Regatta fuhren die ‘guten’ Boote unter leichten Segeln aus Karbonmaterial vorne weg. Natürlich sind diese Rennziegen unter Deck spartanisch eingerichtet oder leer geräumt, Anker wird am Pier gelassen, um Gewicht zu sparen, aber diese Art der Segel setzen sich auch bei Tourenseglern immer mehr durch - nicht schön, da schwarz, aber leicht.

Zusammengefasst kan man sagen, dass es ernsthafte Anstrengungen gibt, Schiffe effektiver zu gestalten, um durch weniger Wasserwiderstand und Windhilfsantriebe Brennstoff und damit CO2 einzusparen. Optimierung der Vorschiffe (Bulb) und Windhilfen (Flettner, Festsegel, Drachen), sowie die Umstellung aller Kreuzfahrtschiffe auf LNG als Brennstoff, Versuche mit Ammoniak statt Schweröl und Batterien auf kleinen Fähren, sind ernstzunehmende Anfänge.
Bis alle sechzigtausend Schiffe, die die sieben Meere befahren, auch CO2 neutral sein werden, wird noch einige Zeit länger als bis 2050 dauern.

Grüße
Klaus Rabba

https:­//­www.­wind-­ship.­org/­en/­news-­media-­4/­
Bernhard Jans
15.04.2024 20:18:26
Hallo lieber Herr Mewes, gerade vorhin habe ich mal wieder in Ihrem Buch rumgestöbert, vor allem die alten Geschichten. Klingt alles nach Leben und Erleben - und hat recht wenig mehr zu tun mit dem seefahrenden Industriezweig von heute, vor allem nicht mit der "Kreuzfahrtindustrie".­ Die hat ja nur noch mit Renditen zu tun; da geht es nur darum, wie mit möglichst wenig Einsatz möglichst hohe Erträge erwirtschaftet werden können. Die riesigen Passagierschiffe, Containerschiffen nicht unähnlich, haben so wenig mit Kreuzfahrten zu tun wie die heutigen Containerschiffe mit der Seefahrt, die Sie eingangs im Buch beschreiben. Eigentlich müsste für die schwimmenden Ferienresorts, einem Freizeitpark ähnlich, ein neuer Begriff gefunden werden - abgrenzend zur herkömmlichen Kreuzfahrt, mit Akzent "Land und Leute entdecken". Eigentlich müsste es eine Fortsetzung für das Buch geben, mit dem Titel "mein Ausblick".
Klaus Rabba
11.04.2024 17:13:16
Zur Ausschußsitzung in Berlin:
Tut mir Leid Klaus, aber es war nichts anderes zu erwarten. Mit Schifffahrt und Hafen und Ausbildung kann man sich keine große Aufmerksamkeit in der Politik verdienen. Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien und Migrationspolitik bieten viel mehr Möglichkeiten, sich zu profilieren und setzen nicht so viele Kenntnisse voraus.
Grüße Klaus Rabba
Jürgen Collée
16.01.2024 11:08:37
Erst einmal ein frohes neues Jahr.
Ich wollte das hier nur mal zum Ausdruck bringen das mich die hier dagestellten Berichte ,Videos etc. Begeistern! Einfach,authentisch und Kompetent. Ich hoffe das viele, vor allem junge,Leute das lesen um evtl den Wunsch erwägen in diese Berufssparte zu gehen.
Joachim Neuhaus
27.12.2023 18:47:41
Einen schönen guten Abend Herr Kapitän Mewes wir möchten Ihnen und Ihrer Familie nach träglich ein schönes Weihnachtsfest wünschen und
natürlich auch an allen Columbus, HSDG,u.RAO und allen anderen Seeleuten habe es dreimal über Michaels HP versucht hatt leider nicht geklappt, wir wünschen euch allen ein frohes neues Jahr Margret Fritz Cody u.Jochen. (Fuzzi) In schuldigen sie Herr K.K.Mewes das ich ihre Seite mißbrauch für die Seemanns Kollegen
Michael Krüger
18.11.2023 09:54:02
Moin Klaus,

muss Dir mal wieder ein Lob aussprechen über deine „News“. Sind immer wieder toll zu lesen und sehr Informativ, zumal man das ja teilweise selbst so auch erlebt hat. Die Biscaya habe ich ja auch regelmäßig besucht, sehr häufig auch mit einem 999er, knapp 100 Meter lang und da ging es in der Biscaya nicht selten gut aus. Durch die Wucht der Wellen sind sogar die ersten Container vorne eingedrückt gewesen und meine sogar, das wir einige verloren haben. Ja, die Biscaya ist nicht zu unterschätzen und hast Du ja auch ausführlich beschrieben.
Klaus, mach weiter so, freue mich auf weitere schöne Geschichten von Dir und scheue dich weiterhin nicht, das eine oder andere anzuprangern…

Liebe Grüße Michael
www.meineseefahrt.com
Henning Kothe
07.05.2023 16:31:03
Hallo Klaus und grüsse aus schweden 🇸🇪. Oft sind meine Tage gefüllt mit Arbeit, essen, schlafen und ein wenig hobby wenn es die innere Ruhe zulässt, aber dein Buch hat mich gepackt! Als kleiner Junge sah man zu dir auf mit dem gleichen Berufswunsch im Hinterkopf. Kann mich noch an Broschüren erinnern die du mir hast zukommen lassen z.B. mit der Dresden Express drauf. Genauso wie an deine Mahnung nicht diesen Beruf / Gewerbe zu wählen erinnere ich mich als wenn es gestern wäre, konnte diese Mahnung nie wirklich verstehen wenn ich ehrlich bin, man sieht das ja als Heranwachsender Widder eher als „Spielverderberei“ aber beim Lesen deiner ersten Musterung und der Warnung die der Arzt dir aussprach konnte ich es verstehen und die Einsicht hat zum Schluss gesiegt. Danke für die Schmunzler die du mir auf die Lippen zauberst beim lesen. Hoffe wir sehen uns bald an der waterkant . Gruß Henning
Heinz-Rüdiger Schneider
13.04.2023 15:35:30
Teil 1 von 2 - da der Platz leider nicht ausreichte:
  • ******************

Hallo Herr Mewes,

nun habe ich sie endlich auch geschafft, die Lektüre Ihres „Blicks zurück auf fast 50 Jahre Seefahrt“.

Dabei haben nicht zuletzt Ihre kurzweiligen und authentischen Schilderungen über die Südamerikafahrt viele Erinnerungen in mir geweckt, war ich doch auch mit der Cap Palmas und der Cap San Marco mehrere Male in
diesem - seinerzeit - traumhaften Fahrtgebiet unterwegs.

Allerdings habe ich auch während der Schulzeit in Bremen 1972 …. 1975 bereits den Beginn der sich abzeichnenden
Änderungen in der Seefahrt mitbekommen, die nicht unbedingt für alle Beteiligten etwas Positives verhießen
(Stichwort „Schiff der Zukunft“). Trotzdem hat sich wohl keiner seinerzeit vorstellen können oder wollen, wohin
die Entwicklung einmal führen würde. Aber auch das haben Sie in Ihrem Buch ja recht anschaulich geschildert.

Fairerweise muss man aber sagen, dass dies kein rein Seefahrt-spezifisches Problem war und ist, wenngleich auch die heutigen Schiffsbesatzungen in mancher Hinsicht besonders hart betroffen sind.

Von daher gelten sowohl in der Seefahrt als auch an Land leider die nachfolgenden, negativen Entwicklungen, die Sie
ja auch in Ihrem Buch ansprechen

· „Management“ anstelle Unternehmertum

· Outsourcen statt Eigenverantwortung

· Gewinnmaximierung (Gier) auf dem Rücken der Mitarbeiter

· Theorie und allenfalls Praktika anstelle einer fundierten (praktischen) Ausbildung

· Checklisten, zweifelhafte Audits / Zertifizierungen und IT-Programme / Anwendungen anstatt Erfahrung

· Forsches Auftreten anstelle Kompetenz und Führungsqualitäten

Diese Liste ließe sich sicherlich problemlos fortführen, soll aber nur meine Erfahrungen an Land nach Ausscheiden aus der Seefahrt aufzeigen.

Ende Teil 1 und weiter geht's mit Teil 2

Heinz-Rüdiger Schneider




Heinz-Rüdiger Schneider
13.04.2023 15:31:14
Hier ist der 2. Teil meines Gästebucheintrags, da der Platz leider nicht ausreichte:
  • *­**­**­**­**­**­**­**­**­**­**­**­**­

Last but not least eine Anmerkung zur Rolle und Verantwortung des Kapitäns, die Sie in Ihrem Buch verständlicherweise ja immer wieder ansprechen (womit ich auch Ihrer Bitte nach einer (kritischen) Meinungsäußerung nachkommen möchte).

Ich habe während meiner Seefahrts- und Schulzeit in den Jahren 1969 ….. 1980* eine Reihe von Kapitänen kennengelernt, von denen die meisten kompetent und auch menschlich in Ordnung waren. Allerdings gab es auch Zeitgenossen, die offensichtlich ihre (Macht-) Position zu recht fragwürdigem Verhalten verleitet hat.

Vielleicht „peanuts“, aber nicht vergessen werde ich den Kapitän auf der Cap San Marco (den Namen habe ich leider nicht mehr parat), der es nicht einmal für nötig hielt, seine „normalen“ Besatzungsmitglieder zu grüßen.

Und dies war offensichtlich kein Einzelfall, denn Kurt Flechsenhar schreibt ja in seinem Buch „Cap San Diego. Ein Schiff und seine Mannschaft“ im Kapitel „Kapitän“ von der Arroganz, die ganz besonders in den ersten Jahren nach Indienststellung dieser Schiffe an den Tag gelegt wurde.

Aber vielleicht hatte ja bereits seinerzeit für bestimmte Leute der Begriff „Wertschätzung“ wenig Bedeutung, obwohl sie in ihrer Vorbildfunktion das eigentlich hätten anders praktizieren sollen. Nun ja, auch in dieser Hinsicht hat sich offensichtlich nichts zum Positiven verändert, denn wenn ich mir das Verhalten vieler unserer „Volksvertreter“ anschaue ….

In diesem Sinne …, meine Anerkennung für Ihr gelungenes Buch, bleiben Sie gesund und genießen Sie den Ruhestand an Land !

Heinz-Rüdiger Schneider

  • mit Ausnahme von 8 Monaten HAPAG, ausschließlich auf verschiedenen Schiffen der Hamburg Süd, schwerpunkmäßig auf den Turbinern im Dienst USA-Ostküste – Australien / Neuseeland
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